Samtweiche Füsse
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Der Mensch geht im Laufe seines Lebens im Durchschnitt etwa 40000 Kilometer. Die derart intensiv beanspruchten Füsse haben besondere Pflege verdient.

Über- und unterforderte Füsse

Dicke Hornhauschichten kennen die meisten Menschen aus eigener Erfahrung. Sie zeigen, welche Höchstleistungen die Füsse im Alltag vollbringen müssen. Diese sind oft gleichzeitig über- und unterfordert. Überfordert, weil sie oft stundenlang stehen und die Last von vielen Kilos über sich tragen müssen; unterfordert, weil die verschiedenen kleinen Muskeln und Gelenke auf Büroböden oder Asphalttrottoirs sehr einseitig beansprucht werden.

Zum Teil sind sie dabei in Schuhen unterwegs, die zwar elegant wirken, aber die Füsse über Stunden in eine bestimmte Form zwängen. Eine mögliche Folge davon sind Druckstellen sowie Hühneraugen. Der Besuch bei einer professionellen Fusspflegerin oder einer Podologin kann bei anhaltenden Fussproblemen zweckmässig sein.

Natürliche Fusspflege

Füsse müssen nicht nur ihre Aufgaben beim Spazierengehen, Wandern, Joggen, Tennisspielen, Treppensteigen und so weiter gut erfüllen können, sie sollen speziell in offenen Schuhen auch schön anzusehen sein.

Meersalzbad

Meersalzbad

Regelmässige Fussbäder sind für gepflegte Füsse unverzichtbar, beispielsweise mit einer Prise Meersalz. Dies fördert die Hautdurchblutung und entspannt die Muskeln. Gleichzeitig werden verhärtete Hautstellen aufgeweicht. Anschliessend können sie mit einem Bimsstein abgerubbelt werden.
Apfelessigpads

Apfelessigpads

Bei hartnäckiger Hornhaut helfen mit Apfelessig getränkte Wattepads. Diese werden mit Heftpflaster fixiert und über Nacht zur Einwirkung an Ort und Stelle belassen. Anderntags lässt sich die verhärtete Haut leichter entfernen.
Avocadomaske

Avocadomaske

Wer seinen Füssen etwas Gutes tun will, reibt sie mit der Paste aus einer reifen, zerdrückten Avocado ein. Nach 15 Minuten kann die Fussmaske abgespült und die samtig weiche Haut bewundert werden. Dieselbe Wirkung haben überreife Bananen.
Quarkmaske

Quarkmaske

Ein weiterer nährender Hautschmeichler ist Quark, er enthält viel Eiweiss sowie Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, die hautfreundlichen Vitamine A, B, C und E und wirkt zudem als Feuchtigkeitsspender.

Kühlende Quarkmaske mit Zusätzen

Nach einem anstrengenden Arbeitstag auf den Füssen oder nach einer Wanderung wirkt eine Packung mit kühlendem Quark erfrischend und nährt die strapazierte Haut. Er wird fingerdick auf die Füsse gestrichen und zehn bis fünfzehn Minuten dort belassen.

Um die Wirkung zu verstärken, können dem Quark zwei Löffel Honig beigefügt werden. Die darin enthaltenen Aminosäuren fördern die Hautelastizität, und die Enzyme wirken entzündungshemmend.

Auch einige Tropfen ätherisches Rosmarin- oder Wacholderöl steigern die Wirkung, sie fördern die Durchblutung, dadurch wird die Haut zusätzlich mit Nährstoffen versorgt.

Quark und auch Honig wirken leider etwas schmierend, daher müssen Frotteetücher verwendet werden, um nichts zu beschmutzen. Nach der Einwirkungszeit kann die Quarkschicht unter der Brause abgespült werden.

Die Füsse sind jetzt besonders empfänglich für eine Hautcreme.

Kräftigende Spielereien

Regelmässig durchgeführte Fussübungen kräftigen die Fussmuskulatur fördern die Durchblutung und damit den Nährstofftransport.

Samtweiche Füsse

Nach einem langen Tag auf den Füssen oder nach einer Wanderung wirkt das Rollen der Fusssohlen über einen Tennisball oder einen Bleistift während einiger Minuten entspannend und belebend. Zudem bewirken kleine Kunststoffbälle mit Gumminoppen wahre Wunder. Beim Rollen massieren sie die Fusssohlen auf angenehme Weise.

Speziell die Zehen können mit dem Aufheben von Korkzapfen oder beim Zerreissen von Zeitungsseiten gekräftigt werden.