08. Oktober 2021

Der Urologe ist nicht nur ein Männerarzt

Der Urologe ist nicht nur ein Männerarzt
Lesezeit ca. 3 min

Dass Urologie ein Männerthema ist, wissen viele, da zum Beispiel Beschwerden im männlichen Genitalbereich oder Sexual- und Fruchtbarkeitsstörungen beim Mann dazugehören. Dass aber der Urologe nicht nur ein «Männerarzt», sondern auch zuständig für die Behandlung bei Erkrankungen des Harntraktes beider Geschlechter ist, ist wenig bekannt.

Das Fachgebiet der Urologie umfasst die Vorsorge, Abklärung und Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der männlichen Geschlechtsorgane, des Urogenitaltrakts sowie eben auch der Organe des Harntraktes von Mann und Frau.

Blasenschwäche, Inkontinenz, Tumore oder Steinleiden

Somit ist der Urologe auch bei Problemen mit der Blase (wie Blasenschwäche/ Inkontinenz oder Blasenentzündung), bei Steinleiden (Blasen-, Nieren-, Harnsteine) oder bei Tumorerkrankungen (Krebs) in diesem Bereich die richtige Ansprechperson.

Fortpflanzung? Andrologie oder Gynäkologie

Das Pendant zur Frauenärztin, die für die Gynäkologie zuständig ist (bei Erkrankungen des weiblichen Sexual- und Fortpflanzungstraktes), ist der Andrologie-Spezialist – somit tatsächlich der Männerarzt – der sich mit den Störungen der Fortpflanzungsfunktionen und der Hormonproduktion des Mannes beschäftigt. Die Andrologie ist ein Teilgebiet der Urologie.

Man(n) sollte sich spätestens ab 50 checken lassen

Ein wichtiges Urologie-Thema, das tatsächlich nur die Männer betrifft, ist die Prostatakrebs-Vorsorge. Der Mann weiss zwar, er sollte ab einem gewissen Alter für einen solchen Check zum Arzt; aber wieso eigentlich, wenn er keine Schmerzen oder Probleme hat, ist oft nicht bekannt.

In der Schweiz sind jedes Jahr rund 6100 Männer von Prostatakrebs betroffen – er ist die häufigste Krebsart beim Mann. Wird die Erkrankung früh erkannt, bestehen gute Heilungschancen. Nur: Dazu müssen sich Männer vorsorglich untersuchen lassen.

Prostatakrebs: Frühzeitige Vorsorge ist wichtig

Beim Prostatakrebs treten leider erst spät Symptome auf – die meisten Männer haben lange keine Beschwerden, bis sich der Tumor bereits im fortgeschrittenen Stadium befindet. Deshalb ist für die Früherkennung eine Vorsorgeuntersuchung – spätestens ab dem 50. Lebensjahr – zu empfehlen. Männer mit Prostatakrebs in der Familie sollten sich früher testen lassen, da das Risiko in diesem Fall höher ist.

Erhöhter PSA-Wert?

Ein Anzeichen auf Prostatakrebs kann ein erhöhter PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) sein; die Bestimmung dieses Wertes via Blutentnahme ist bereits beim Hausarzt möglich.
Weitere Untersuchungen und Behandlungen werden vom Urologen durchgeführt, wobei die meisten Tumore der Prostata sich so – mit der Tastuntersuchung und bei Verdacht durch eine Prostatabiopsie – bereits in einem frühen und heilbaren Stadium erfassen lassen und behandelt werden können.

Deshalb ist auch beim Mann ein frühzeitiger Check wichtig.

Wir sind gerne für Sie da: Uroviva – Spezialklinik und Praxennetzwerk für Urologie.

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Für Sie da, wenn es um «da unten« geht:

uroviva.ch