23. Februar 2019

Weg mit dem Winterspeck

Weg mit dem Winterspeck
Lesezeit ca. 4 min

Gemütliches Beisammensein im Familien- und Freundeskreis, festliches Essen, Weihnachtsgebäck und das eine oder andere Glas Alkohol – die geselligen Momente und die verbreitete winterliche Bewegungsarmut hinterlassen häufig ihre Spuren … Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um auf den Sommer hin in Form zu kommen.

Fragen bezüglich Gewichtsreduktion werden saisonal bedingt wieder häufiger im Beratungsalltag, wie mir Muriel Maier, Drogistin von Egli Bio an der Löwenstrasse in Zürich, bestätigt. Um Kundinnen und Kunden optimal zu unterstützen, gelte es, vorab einfühlsam zu klären, ob das «Mehr an Gewicht» eher kurzfristiger «Winterspeck» ist, oder ob es sich um ein generelles, eventuell schon länger bestehendes Gewichtsproblem handelt: «Jeder Mensch ist individuell, seine Lebensumstände, sein Stoffwechsel – entsprechend wichtig ist es, sich in der Beratung ein möglichst klares Bild zu verschaffen, damit die Empfehlungen dann auch erfolgversprechend sind.»

Einstieg mit Säure-Basen-Programm

Beim eher kurzfristigen Winterspeck bietet sich etwa ein Säure-Basen-Programm an, um den durch ein Zuviel an Fett und Zucker überlasteten, träge gewordenen Stoffwechsel anzukurbeln, die Übersäuerung zu reduzieren und Schlacken abzuführen.

«Die aufeinander abgestimmten Produkte – Mineralgranulat, unterstützender Tee und Basenbad – bringen den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht.»
Muriel Maier
Drogistin

«In unserer Beratung erklären wir Wirkung und Anwendung eines solchen Programms genau, damit der gewünschte Effekt eintreten kann.» In Kombination mit einer bewusst gesunden Ernährung und mehr Bewegung sei schon viel getan, um ein paar Pfunde loszuwerden, so Maier.

Langfristige Erfolge bei der Gewichtsreduktion

Auch als Einstieg in eine Ernährungsumstellung eigne sich das beschriebene Programm: «Um über diesen ersten Anstoss hinaus aber längerfristig Gewicht zu verlieren, führt kein Weg an einer Ernährungsumstellung vorbei. Sogenannte Crash-Diäten bringen, wenn überhaupt, nur kurzfristige Resultate – und vor allem die Gefahr, in eine negative Spirale zu geraten und durch den Jo-Jo-Effekt immer noch mehr an Gewicht zuzulegen.»

Entscheidend für den Erfolg einer Ernährungsumstellung seien zwei Dinge: «Sie muss sich vom Aufwand, von den Essgewohnheiten und der Sozialverträglichkeit her gut ins Berufs- und Alltagsleben integrieren lassen, mit den individuellen Lebensumständen (wie beispielsweise auch mit der Familie) kompatibel sein. Und alles, was irgendwie extrem ist – beispielsweise das Weglassen sämtlicher Süssigkeiten – funktioniert wahrscheinlich nur kurzfristig, weil der Heisshunger auf das Fehlende schlicht zu gross wird.» Besser, man gönne sich ab und zu etwas und halte dafür über den geplanten Zeitraum durch.

Abnehmen durch Ernährungsumstellung

So individuell wie die Ausgangssituation sind auch die Wege zum langfristigen Erfolg: «Wir möchten dem Kunden aus den verschiedenen Möglichkeiten den für seine Bedürfnisse passenden Weg aufzeigen; sei es eine bestimmte Diät, spezielle Lebens- oder Nahrungsergänzungsmittel.» Als sehr hilfreich erwiesen hätten sich die Flyer, in denen verschiedene Ernährungsformen oder Diäten genau beschrieben sind, inklusive Rezepten und Einkaufslisten. Das gebe im Alltag Halt und Orientierung.

«In vieler Munde ist momentan das intermittierende oder Intervallfasten, auch 8/16-Diät genannt: 8 Stunden sind zum Essen da, 16 Stunden zum Fasten. Die Essenspausen verschaffen dem Körper die Möglichkeit, seine Energie nicht aus Kohlenhydraten, sondern aus den Fettreserven zu gewinnen.»

Eine andere Variante sei die ketogene Diät, die mit gesunden Fetten, viel Protein und dem fast vollständigen Verzicht auf Kohlenhydrate den Fettstoffwechsel ankurbelt.

Genügend Flüssigkeit – und Bewegung

Muriel Maier betont, «dass bei allen Diätformen eine genügende Flüssigkeitszufuhr wichtig ist. Eineinhalb bis zwei Liter sollten es täglich sein: Wasser, auch aromatisiert, aber ohne Zucker oder ungesüsste Tees. Ingwer oder Pfefferminze beispielsweise begünstigen die Ausscheidung und regulieren das Sättigungsgefühl.»

Eines lässt sich aber nicht wegdiskutieren: Mit einer Ernährungsumstellung alleine ist es nie gemacht! Mehr Bewegung im Alltag ergänzt eine reduzierte Kalorienaufnahme mit etwas höherem Verbrauch ideal:

«Schon 20 bis 30 Minuten täglich – nicht am Stück, sondern insgesamt – zeigen Wirkung. Eine Haltestelle früher aussteigen, die Treppe nehmen anstatt den Lift – integrieren Sie Bewegung bei jeder Gelegenheit in den Alltag.»
Muriel Maier
Drogistin

Und noch mehr bringe gelenkschonender, moderater Ausdauersport wie Schwimmen, Nordic Walking oder Radfahren, «aber erst, wenn ein Arzt gerade nach längerer Abstinenz grünes Licht gegeben hat.»

 

Ann-Brita Dähler