Zeichen der Hautalterung
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Alterungsprozesse führen unter anderem zu einer Abnahme der Melanozyten. Diese sind mit Melanin beladene Zellen, die für die Hautfarbe verantwortlich sind. Die Stimulation erfolgt durch UV-Strahlung (Sonnenlicht), aber auch durch Stressphänomene.

Entstehung der Pigmentierung

Beides, Sonnenlicht und Stress, führt zur Ausschüttung des Hormons ACTH, welches unter anderem das Melanozyten-stimulierende Hormon (MSH) auf Umwegen anregt und so die Pigmentierung der Haut hervorruft. Im Alter wird weniger Pigment gebildet, die Haut bräunt sich nicht mehr so gleichmässig und weniger stark. Statt einer ausgeglichenen, attraktiven Bräune kommt es zu einer fleckigen Pigmentierung. Vor allem Frauen stören sich oft an den braunen «Tupfen» an Händen, Armen und im Gesicht. Aber auch andere Alterungsprozesse wie der Verlust von Feuchtigkeit und Elastizität sind dabei mitverantwortlich. Wahrscheinlich sind auch genetische Faktoren beteiligt, denn oft sieht man ähnliche Altersflecken innerhalb einer Familie.

Lentigo senilis – so lautet der medizinische Fachausdruck für Altersfleck, dieses verräterische Zeichen der Vergänglichkeit. Der braune oder braungraue Fleck namens Melasma, der Gesicht, Handrücken und Dekolleté verunziert, entsteht – wie gesagt – durch die erhöhte Synthese von Melanin (Pigment) und betrifft 90 Prozent der Frauen schon im gebärfähigen Alter. Je tiefer das Pigment liegt, desto länger die Therapie.

Gut- oder bösartig?

Altersflecken zählen zu den gutartigen Hautveränderungen. Das ist die gute Nachricht. Um jedoch festzustellen, ob es sich wirklich nur um harmlose Altersflecke oder Hautkrebsvorstufen handelt, wird der Hautarzt aus diesem Grund gegebenenfalls Gewebeproben entnehmen. Handelt es sich um reine Altersflecken, besteht gesundheitlich gesehen kein Grund zur Sorge. Die einfachste Variante ist wohl, sie mit hochdeckender Camouflage abzudecken.

Sanft Vorbeugen

Unterstützend und gleichzeitig vorbeugend wirken eine sorgfältige Hautpflege mit hochwertigen Produkten, eine regelmässige Reinigung und ein Peeling zwei- bis dreimal im Monat.

Abschminken mit reinem Olivenöl ist eine einfache, aber sehr wirksame und schonende Massnahme, um die Haut zu pflegen. Seifen, welche den Säuremantel zerstören, sollten vermieden werden.

Eine gesunde Ernährung, zusätzliche Power-Vitamine C und E sind Nährstoffe, welche die Struktur der Haut verbessern sind ebenfalls eine wirksame Unterstützung der Therapie; sie wirken auch vorbeugend. Gleichzeitig stärken sie den Aufbau der Haar- und Nagelstrukturen.

Zeichen der Hautalterung

Therapeutische Behandlungsmöglichkeiten

Therapeutische Massnahmen bestehen in der biochemischen oder physikalischen Entfernung der Flecken. Salben, die Vitamin A-Säure enthalten, können neu aufgetretene Flecken mit etwas Glück entfernen. Es braucht jedoch viel Geduld und regelmässiges Auftragen über mehrere Wochen bis Monate. Pflanzliche Bleichmittel oder Zitrusfrüchte gezielt auf die Flecken aufgetragen, dämmen etwa Pigmentierungen ein. Herkömmliche kosmetische Salben enthalten meist den Wirkstoff in ungenügender Konzentration. Retin A oder Differin sind mit einer ärztlichen Verschreibung erhältlich und wirksamer.

Für Frauen, denen chemische Peelings vom Dermatologen und Mikrodermabrasion oder kosmetisch-chirurgische Eingriffe zu aggressiv sind, stellen kosmetische Peelings eine sanfte Alternative dar.

Deshalb die Frage: Welche Methode also um den Altersflecken «den Rest» zu geben? Gerade hier ist es wichtig, dass ein erfahrener Hautarzt sie anwendet. Er kann und sollte auch über mögliche unerwünschte Wirkungen der verschiedenen Behandlungsansätze aufklären. Nach der Therapie ist meist für einige Zeit besonders konsequenter Sonnenschutz notwendig. Das Lasern ist nur im Winter sinnvoll, weil man danach für drei Monate nicht in die Sonne darf, deshalb strenger Schutz vor UV-Bestrahlung.

Am besten verwendet man täglich ein Sonnenschutzpräparat mit einem hohen Lichtschutzfaktor und bei direkter Sonnen-Exposition bis zu LSF 50. Von Vorteil sind Präparate, die Liposomen enthalten und deshalb nur einmal täglich aufgetragen werden müssen.

Doch der Körper braucht das Sonnenlicht, zudem hilft es bei schlechter Stimmung. Deshalb raus an die frische Luft! Also auch umso empfehlenswerter, ordentlich Energie und Vitamin D für den nächsten dunklen Winter zu tanken.