17. August 2021

Zeit für Verwöhnstunden

Zeit für Verwöhnstunden
Lesezeit ca. 5 min

Ob morgens oder abends, Schönheitspflege findet meist mit einem Blick auf die Uhr statt. Schade eigentlich, denn erst, wer sich einmal richtig Zeit nimmt, erlebt Kosmetik als Rundum-Genuss. Es folgen ein paar Anregungen in Form erholsamer Verwöhnstunden daheim.

Loslassen heisst das Motto und Streicheleinheiten für Körper und Seele.

Und das beginnt gleich am Morgen. Während wir üblicherweise in aller Frühe vom Wecker aus den Federn gerissen werden, sollte für einmal der Luxus genossen werden, aufzustehen, wenn einem danach zumute ist. Statt hektisch aus dem Bett zu springen oder missmutig und mit schlechter Laune die Decke nochmals übers Gesicht zu ziehen, wäre es besser, sich erst mal Zeit zu lassen und es den Katzen gleichtun. Sich rekeln, strecken, denn nach sechs bis acht Stunden Schlaf müssen Muskeln und Sehnen erst einmal gedehnt werden. Tief durchatmen und besonders, wer zu schweren Beinen neigt, die Füsse mehrmals nach innen und nach aussen kreisen. Damit kommt der Kreislauf sanft, aber sicher auf Touren. Dann geht es vielleicht schnur- stracks in die Küche, zur Kaffeemaschine oder ins Badezimmer unter die Dusche? Zu tun ist, was jedem am besten behagt.

Entspannen, Relaxing und Refreshing …

… sind Lifestyle-Begriffe, um neue Energie zu tanken. Ein paar Stunden tun, wonach einem der Sinn steht. Das ist die Idee von Verwöhnstunden für sich selbst, einem Programm, um selbst nach einem hitzestarken Arbeitstag genussvoll abzuschalten. Denn was in die Höhe schnellt, muss auch wieder runterkommen. Deshalb ist Leichtigkeit des Seins angesagt: Im Verwöhnstunden-Programm soll die Seele vom Körper positive Impulse erhalten. Körper und Seele sind und bleiben aber unzertrennlich.

Entspannung nach Feierabend funktioniert aber nur, wenn man sich tagsüber nicht gnadenlos auspowert. Sich allein auf den Abend zu verlassen, um wieder aufzutanken, kann nicht funktionieren. Schnell herrscht Überforderung. Denn tagsüber behalten wir meist unreflektiert die Regeln der allgemeinen Hektik bei und hören zu wenig auf das eigene Gefühl.

«Wichtig: Genügend Schlaf, gesunde Ernährung, tieferes Atmen und bewusste Entspannungsphasen stärken das Immunsystem und senken das Risiko, krank zu werden.»
Jacqueline Trachsel

Zu Hause abschalten

Gute Methoden, um den Alltagsstress hinter sich zu lassen, abzuschalten und neue Kraft zu tanken, gibt es viele. Die Palette reicht von Bade- und Massagewonnen mit ätherischen Ölen, fernöstlichen Entspannungsübungen, mentalen Techniken für Geist und Seele bis hin zur Musik. Nur die Füsse, die muss jeder noch selbst hochlegen!

Zugegeben, wie jetzt in den Sommermonaten, vielleicht sogar bei 30 Grad im Schatten, gibt es nichts Schöneres, als einfach in kühlende Fluten abzutauchen. Weil aber die wenigsten Leute in der Nähe einer Badi arbeiten, sind Alternativen gefragt.

Zeit für Verwöhnstunden

Relaxen geht eigentlich überall, am einfachsten natürlich in den eigenen vier Wänden. Wichtig dabei ist, innerhalb der Wohnung einen Raum zu finden, in dem wir am liebsten wohnen und der sich nach Lust und Laune verändern lässt. Stimmt die Atmosphäre, fällt es leichter, sich wohlzufühlen. Und dazu gehören Musik, ätherische Öle und Massage.

Stimmungsvolle Musik

Es gibt wohl kaum einen Ort, an dem Musik nicht eine wichtige Rolle spielt – ob nun selbst gemacht oder «nur» gehört. Die meisten verfügen über eine CD-Sammlung. Da ist es hilfreich, die Sammlung nach Stimmungen zu sortieren. Welche Musik wen entspannt, ist so individuell wie die Musik selbst. Tipps sind da überflüssig.

Sinnliche Düfte und Öle

Eine speziell sinnliche Relaxmethode sind Düfte. Sie laden zum Zurücklehnen, Geniessen, Entspannen ein – nicht nur zum Einatmen, sondern auch als Tee in belebenden Aromen oder als hautschmeichelnde Öle. Sie wirken wie unsichtbare Rauchzeichen, steigen in die Nase und aktivieren das sogenannte Limbische System, jenen Teil des Gehirns, das für Stimmungen zuständig ist.

Zeit für Verwöhnstunden

Selbstmassage

Glück, sagt man, entsteht auf der Haut. Denn dort befinden sich die Rezeptoren, die bei sanften Berührungen dem guten Gefühl auf die Sprünge helfen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst zu massieren. Komplizierte Techniken sollten wir aber professionellen Masseuren überlassen. Streichen, reiben, klopfen kann hingegen jeder. Als wichtigste Regel gilt: niemals an die Wirbelsäule gehen. Die Knetstunde ist bei angenehmer Zimmertemperatur (20 bis 23 °C) bei gedämpftem Licht und ruhiger Musik am wirkungsvollsten. Also: Wohlfühlen – und schön cool bleiben!