Wenn dem Körper etwas fehlt
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Mangelerscheinungen können viele Ursachen haben, zum Beispiel eine unausgewogene Ernährung oder Stress. Die Drogistin HF und Ernährungsexpertin Andrea Blattner erklärt, was sich hinter diesen beiden Begriffen verbirgt und zeigt, wie Mängel behoben oder gleich verhindert werden können.

Damit der Organismus reibungslos funktionieren kann, ist er auf die Verfügbarkeit einer Vielzahl von Nährstoffen angewiesen. Im Beratungsalltag wird Andrea Blattner mit diversen Mängeln konfrontiert.

Vitamin-D-Mangel

Besonders aktuell sei fehlendes Vitamin D: «Im Gegensatz zu anderen Nährstoffen kann Vitamin D vom Körper selbst synthetisiert werden.» Die wichtigste Zutat ist das UV-Licht der Sonne.

«Wem Vitamin D fehlt, der fühlt sich in der Regel müde und schlapp.»
Andrea Blattner

Weil die Sonne nicht das ganze Jahr über gleich lang scheint und UV-abweisende Sonnenblocker zu Recht immer populärer werden, hat die Natur Vitamin D auch in Essbarem versteckt – und zwar vorwiegend in Produkten mit tierischen Fetten. Menschen, die sich vegan ernähren und so auf Milch, Fisch, Eier und Butter verzichten, sollten je nach Jahreszeit auf Vitamin-D-reiche Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen: «Die richtige Dosierung ist von individuellen Faktoren abhängig.»

Vitamin B12- und Eisenmangel

Ebenfalls verbreitet sind Mängel an Vitamin B12 und an Eisen, dies insbesondere bei Frauen aufgrund der Menstruation und bei Menschen, die auf tierische Produkte verzichten. Betroffene sind müde und haben Mühe, sich zu konzentrieren: «Wir führen gute Präparate im Sortiment, die nicht nur Eisen zuführen, sondern vor allem auch dem Körper helfen, Zugeführtes besser zu verwerten. Weitere Nährstoffe, die gelegentlich fehlen sind Magnesium bei Sporttreibenden, das knochenhärtende Kalzium im Wachstum und im Alter sowie Zink, das die Infektanfälligkeit reduziert.»

Eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen

Die meisten Vitamine, Mineralien und Spurenelemente werden durch die Nahrung zugeführt. Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit saisonalem Gemüse und mit Früchten aus der Region hilft, Mangelerscheinungen vorzubeugen. Doch was heisst vollwertig überhaupt? «Dabei handelt es sich um frische, unbehandelte Nahrungsmittel. Besonders beliebt sind Vollkornprodukte. Diese wurden nicht raffiniert und verfügen noch über alle Sekundärstoffe wie zum Beispiel Ballaststoffe.» Sie unterstützen die Verdauung und machen länger satt.

Seit längerem herrscht ein grosser Hype um sogenannte Superfoods. In aller Munde sind exotische und äusserst nährstoffreiche Beeren wie Goji, Aronia, Acerola und Co. Andrea Blattner betont jedoch, dass es auch eine Vielzahl einheimischer Lebensmittel gebe, die aufgrund ihrer wertvollen und vielfältigen Inhaltsstoffe in diese Kategorie fallen:

«Dazu gehören zum Beispiel Brokkoli, Kürbiskerne, Heidelbeeren sowie Lein- und Flohsamen.»
Andrea Blattner

Insbesondere deren hoher Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen eigne sich hervorragend, um damit Mängel vorzubeugen.

Stress als Risikofaktor

Neben der Ernährung bildet Stress einen grossen Risikofaktor:

«Befindet sich der Körper über längere Zeit in einem emotionalen Ausnahmezustand, bilden sich zum Beispiel freie Radikale.»
Andrea Blattner

Weiter würden der Stoffwechsel, der Cholesterinspiegel und das Herz-Kreislauf-System im Allgemeinen negativ beeinflusst, so Blattner. Wie gravierend diese Auswirkungen sind, sei sehr individuell: «Viel hängt auch vom allgemeinen Lebenswandel ab.» Wer sich gesund ernährt, genügend schläft und sich ausreichend bewegt, der sei eher in der Lage, Stress zu bewältigen.

Nichtsdestotrotz sollte Stress ein Ausnahmezustand bleiben und nicht zur Regel werden. Andrea Blattner empfiehlt den Gang auf den Wochenmarkt: «Dort gibt es vorwiegend biologische und vor allem saisonale Produkte aus der Region. Dazu kommt das Markterlebnis, das im besten Fall auch noch stressmindernd wirkt.»

 

Mischa Felber

Einfach testen mit Bioresonanz

Wer wissen möchte, ob ein Mangel vorliegt, der muss dafür nicht extra einen Arzt aufsuchen. Mit Hilfe einer sogenannten Vitaldatenmessung (Bioresonanz 3000-Gerät) kann innerhalb kürzester Zeit einfach und schmerzfrei festgestellt werden, welche Nährstoffe dem Körper fehlen – und welche Produkte besonders geeignet sind, diese Mängel zu bekämpfen.